{"id":9521,"date":"2017-09-06T09:46:40","date_gmt":"2017-09-06T08:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wp2.ebg-schoenberg.com\/?p=9521"},"modified":"2017-09-06T18:27:39","modified_gmt":"2017-09-06T17:27:39","slug":"von-schoenberg-nach-st-petersburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ebg-schoenberg.com\/?p=9521","title":{"rendered":"Von Sch\u00f6nberg nach St. Petersburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Woche im gr\u00f6\u00dften Land der Welt<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen eines Projektes mit einer russischen Schule sind wir, 17 Sch\u00fcler der Russisch Kurse Kl.9-11 des Sch\u00f6nberger Ernst Barlach Gymnasiums, am Montag den 17. Juli gegen 22:00 am Flughafen von St Petersburg \/Pulkovo angekommen. Schon kurz nach der Ankunft \u00fcberraschten uns die scheinbar unvorstellbaren Gr\u00f6\u00dfen der 5,2 Millionen- Einwohner Metropole, gegen die dortigen 8 \u2013 spurigen Stra\u00dfen erscheinen unsere Autobahnen umgangssprachlich niedlich. M\u00fcde, jedoch voller Vorfreude fielen wir nach einem Mitternachtssnack gegen 1:00 in unsere Betten des Graffiti L Hostel.<\/p>\n<p>Am Dienstag besichtigten wir per Bus bekannte Sehensw\u00fcrdigkeiten, wie den Winterpalast, die Isaakkathedrale u.a. im Schnelldurchlauf. An diesem Tag haben wir ebenfalls gelernt, dass man sich in Russland nicht auf gutes Wetter verlassen sollte. Nach einigen Sonnenstunden begann es stark zu hageln. \u201eIn St Petersburg erkennt man am Zustand der Kleidung wann jemand aus dem Haus gegangen ist.\u201c, sagte eine unserer russischen Begleiterinnen, Irina Michailnowa, die Deutschlehrerin des Gymnasiums Nr.227. In Museen hat ihre Rolle als Dolmetscherin sie zwar sichtlich angestrengt, jedoch hatte sie auch Freude daran, uns ihre Stadt zu zeigen. Am Mittwoch besuchten wir unsere besagte Partnerschule.&nbsp; Wir erwarteten sch\u00e4bige R\u00e4ume in einem heruntergekommen Geb\u00e4ude; was wir vorfanden war das Gegenteil: &nbsp;moderne R\u00e4umlichkeiten und eine moderne Ausstattung.&nbsp; Bei Kennlernspielen, Pr\u00e4sentationen und beim Quizz zu landeskundlichen Fragen zeigten sich die Sch\u00fcler beider Seiten offen und interessiert.<\/p>\n<p>Wir waren von der imposanten Gro\u00dfstadt so beeindruckt, dass es uns abends schwerfiel zu schlafen. Oft sa\u00dfen wir im Gemeinschaftsraum des Hostels bis sp\u00e4t in die Nacht. Das war unsere Gelegenheit, die anderen Bewohner der Unterkunft&nbsp; besser kennenzulernen. Dabei erfuhren wir beispielsweise von der freundschaftlichen St\u00e4dtefeindschaft zwischen Moskau und St. Petersburg. (Vergleichbar mit der zwischen L\u00fcbeck und Kiel). Eine Studentin aus Nowosibirsk erz\u00e4hlte uns: \u201eMan kommt nach Moskau um zu arbeiten aber nach St Petersburg um sich zu verlieben.\u201c Wir kommunizierten auf Englisch und Russisch, unsere Sprachkenntnisse wurden um einiges erweitert. Durch die offene Art der Russen haben wir uns dort sofort wohl gef\u00fchlt. Der Sch\u00fcler Fabian Horn (17) meint &nbsp;nach der Reise: \u201eDiese Begegnungen bleiben mir in Erinnerung.\u201c<\/p>\n<p>Im zweiten Weltkrieg wurde St Petersburg, damals Leningrad, von den deutschen Truppen 900 Tage blockiert. Die Stadt sollte ausgehungert werden. Von den damals 3 Millionen Einwohnern starb ca. ein Drittel. Denkm\u00e4ler, Museen und \u201eDie Stra\u00dfe des Lebens\u201c, welche uns 45 km bis an den Ladogasee f\u00fchrte, &nbsp;machten das Thema noch heute allgegenw\u00e4rtig. Wir besuchten am Freitag viele dieser Gedenkst\u00e4tten. Begleitet wurden wir von Lena, Irina und einer erfahrenen Reiseleiterin, deren Vater selbst w\u00e4hrend der Blockade gestorben ist. Der Sch\u00fcler Paul Jahn (16) meinte auf dem Gedenkfriedhof: \u201eIch war &nbsp;geschockt &nbsp;und wusste nicht, wie ich mich als Deutscher richtig verhalten sollte.\u201c Wir legten dort Blumen nieder, wo auch das sogenannte \u201eEwige Feuer\u201c brennt. Seit dem Ende der Blockade ist es nicht einmal erloschen.<\/p>\n<p>St. Petersburg bei Nacht war die sch\u00f6nste Kulisse unseres Aufenthalts. Da waren wir uns einig. Die begleitende Lehrerin Ulrike Rathke feierte an diesem Tag Geburtstag. Sie meinte, diese Nacht habe ihren Geburtstag unvergesslich gemacht. Alle Sehensw\u00fcrdigkeiten wurden beleuchtet, die Br\u00fccken \u00fcber die Newa waren hochgeklappt, im Hintergrund lief Tschaikowskis f\u00fcnfte Sinfonie. So etwas nennt man dort \u201edie singenden Br\u00fccken\u201c und wir hatten einen \u201eG\u00e4nsehautmoment\u201c.<\/p>\n<p>Auch eine Kanalfahrt durch das \u201eVenedig des Nordens\u201c, ein Besuch des Russischen Museums und ein Picknick am Ufer des Ladogasees waren H\u00f6hepunkte unserer Studienreise. Zudem hatte jeder Sch\u00fcler im Vorfeld die Aufgabe, eine Sehensw\u00fcrdigkeit bzw. ein Thema vorzubereiten. Diese Vortr\u00e4ge h\u00f6rten wir w\u00e4hrend unseres&nbsp; Aufenthaltes am Ort des Geschehens.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns alle wird diese Reise unvergesslich bleiben. Sie machte uns alle ein wenig reifer. Die Mutter eines Sch\u00fclers, Marlen Horn (39) meint: \u201eSelbst f\u00fcr mich war das eine Bildungsreise. Ich habe viel dazugelernt.\u201c &nbsp;Ein besonderer Dank gilt unseren Sponsoren: Der Landesregierung Mecklenburg\/Vorpommern, Simone Oldenburg (Die Linke) und Frau Peters-Hirth von der Gemeinn\u00fctzigen in L\u00fcbeck. Ebenfalls bedanken m\u00f6chten wir uns bei Irina (Deutschlehrerin), Valentina (Reiseleiterin) und Lena (langj\u00e4hrige Freundin unserer Lehrerin). Auch Ulrike Rathke und Marlen Horn gilt unser Dank f\u00fcr die Begleitung. Hervorzuheben ist jedoch unsere Russisch-Lehrerin Astrid Golla, die die gesamte Fahrt organisierte.<\/p>\n<p>Henry Malonn (Sch\u00fcler Klasse 11)<\/p>\n<p>[ngg_images source=&#8220;galleries&#8220; container_ids=&#8220;130&#8243; display_type=&#8220;photocrati-nextgen_basic_thumbnails&#8220; override_thumbnail_settings=&#8220;1&#8243; thumbnail_width=&#8220;100&#8243; thumbnail_height=&#8220;75&#8243; thumbnail_crop=&#8220;1&#8243; images_per_page=&#8220;20&#8243; number_of_columns=&#8220;0&#8243; ajax_pagination=&#8220;0&#8243; show_all_in_lightbox=&#8220;0&#8243; use_imagebrowser_effect=&#8220;0&#8243; show_slideshow_link=&#8220;1&#8243; slideshow_link_text=&#8220;[Show as slideshow]&#8220; order_by=&#8220;sortorder&#8220; order_direction=&#8220;ASC&#8220; returns=&#8220;included&#8220; maximum_entity_count=&#8220;500&#8243;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Woche im gr\u00f6\u00dften Land der Welt Im Rahmen eines Projektes mit einer russischen Schule sind wir, 17 Sch\u00fcler der Russisch Kurse Kl.9-11 des Sch\u00f6nberger Ernst Barlach Gymnasiums, am Montag den 17. 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